Orchideen richtig pflegen

Eine der beliebtesten und schönsten Zimmerpflanzen in unserem Zuhause ist die Orchidee. Es gibt sie in den verschiedensten Farben und Formen und sie werten das Ambiente jedes Raumes auf. Glaubt man, dass diese empfindlichen Gewächse nur in die Hände von Profis gehören, so trifft das nicht zwangsläufig zu. Die meisten Phalaenopsis-Züchtungen eignen sich auch durchaus für Anfänger. Was du beachten solltest, um möglichst lange Freude an der Blütenpracht zu haben, erfährst du hier.

 

Der Kauf

Achte darauf, dass die Wurzeln schön grün sind. Der Wurzelballen sollte nicht zu nass sein.
Du solltest auch Pflanzen kaufen, die nicht in der Zugluft stehen – zwar sehen die Blumen im Laden noch schön aus, jedoch kann es passieren, dass die Knospen zuhause nacheinander abfallen. Und am besten bevorzugst du Pflanzen, deren Blüten vorwiegend noch geschlossen sind.

Der Standort

Orchideen mögen keine pralle Sonne, deshalb solltest du sie besser an ein West- oder Ostfenster stellen. Vermeide im Winter direkte Heizungsluft – diese lässt die Blätter vertrocknen.

Das Gießen

Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben und nicht zu hart sein, falls du die Möglichkeit hast, verwende Regenwasser. Was Orchideen gar nicht mögen ist Staunässe. Die Pflanze kann faulen und die Sauerstoffaufnahme wäre gehemmt, was schließlich zum Eingehen der Pflanze führt. Gieße lieber wenig aber dafür öfter.

Tipp: Am besten gießen, wenn der Wurzelballen angetrocknet ist.

Anstatt zu gießen, kannst du deiner Orchidee auch einmal die Woche ein Tauchbad gönnen. Hierfür kannst du die Pflanze aus ihrem Topf nehmen und ca. 10 min. in Wasser tauchen. Oder du füllst den Übertopf mit Wasser und lässt die Pflanze ebenfalls für ca. 10 min. darinstehen. Beim Tauchbad speichert die Pflanze das Wasser für die nächsten Tage.

Das Düngen

Nicht zu viel! In der Regel nur während der Wachstumsphase (Frühling bis Herbst). Düngen solltest du ca. alle 3 Wochen. Im Winter musst du deine Pflanze nicht düngen. Verwende speziellen Orchideendünger, da dieser auf die Bedürfnisse deiner Orchidee abgestimmt ist.


Das Beschneiden

Nach der Blütezeit kannst du die deine Orchidee zurückschneiden. Den Schnitt setzt du kurz über dem dritten kleinen Hüllblatt an (Verdickungen am Stiel). Somit kannst du sicher sein, dass deine Pflanze später wieder an dieser Stelle Blüten ausbildet.

Das Substrat

Verwende hierfür am besten Orchideensubstrat. Darin sind vorwiegend Torf, Holzkohle und auch Rindenstücke enthalten. Dadurch wird Wasser optimal gespeichert und es ist luftdurchlässig.

Regel: Zur perfekten Pflege solltest du das Substrat alle 2 Jahre wechseln, damit deine Orchidee optimal wachsen und gedeihen kann.

Das Umtopfen

Umtopfzeit ist in der Regel der Frühling oder Herbst, da die Pflanze zu dieser Zeit meist nicht in der vollen Blüte steht. Du benötigst Orchideensubstrat und einen lichtdurchlässigen Topf – das ist besonders wichtig, da die Wurzeln für die Bildung von Blattgrün zuständig sind, dass zum Wachstum der Pflanze beiträgt.

Fülle den neuen Topf mit genügend frischem Substrat soweit, dass die Wurzeln noch bequem Platz finden. Entnehme die Orchidee vorsichtig aus dem alten Topf, entferne vorsichtig altes Substrat, feine Reste können unter laufendem Wasser entfernt werden. Beschädigte Wurzeln werden mittels einer Schere entfernt.

Nimm die Orchidee mit Daumen und Zeigefinger zwischen Blattschopf und Wurzelballen und setze sie in den neuen Topf ein. Der Wurzelhals sollte von der Höhe her mit dem Topfrand abschließen. Die Orchidee sollte mittig sitzen. Fülle dann noch frisches Substrat von den Seiten ein. Zwischendurch kannst du den Topf vorsichtig auf den Untergrund klopfen, damit sich das Substrat in allen Zwischenräumen gut verteilt – halte die Pflanze dabei am Wurzelhals leicht fest.
Zum Schluss werden Substrat und Blätter gut befeuchtet – am besten mit einer Sprühflasche.

Gut zu wissen – Luftwurzeln

Dabei handelt es sich um die Wurzeln, die sich oberhalb des Substrates bilden können. Diese sind wichtig für die Nährstoff- und Wasseraufnahme aus der Luft. In der Natur können die Orchideen nur mittels dieser Luftwurzeln existieren – ohne jegliches Substrat.

Luftwurzeln sollten nur entfernt werden, wenn sie sich nach dem Ansprühen mit Wasser nicht mehr grün färben, da sie dann krank oder nutzlos für die Pflanze sind. Achte bei der Entfernung auf scharfes Schneidewerkzeug, das du vorher desinfizierst (mit heißem Wasser oder reinem Alkohol aus der Apotheke). Nach dem Abtrennen der Luftwurzeln solltest du die Schnittstellen mit Kohlepulver bestreuen, damit sich keine Bakterien oder Pilze ansiedeln können. Wurzeln nur in der Ruhephase der Pflanze schneiden, da sonst die Blüten leiden könnten.

Falls du noch Fragen hast, beraten wir dich gerne in unserem Markt!